Vertraut, fremd, urban Zwei neue Ausstellungen im Helvetia Art Foyer und im Kunstforum Baloise Park

Twilight Zones – Kippmomente des Vertrauten
Helvetia Art Foyer

Das Unheimliche entsteht oft dort, wo etwas Vertrautes seine Eindeutigkeit verliert. Die Ausstellung Twilight Zones untersucht jene Zwischenräume, in denen Wahrnehmung und Vorstellung ineinandergreifen und scheinbar Selbstverständliches rätselhaft wird. Die Arbeiten von rund zwanzig Kunstschaffenden – u.a. Dimitra Charamandas, collectif_fact, Daniel Karrer, Tracey Moffatt, Candida Höfer, Thomas Ruff und Uwe Wittwer – geben Ausschnitte, Andeutungen und Spuren vor, ohne ihre Geschichten abschliessend zu erzählen. Nächtliche Landschaften, rätselhafte Formen oder menschenleere Räume können so zum Ausgangspunkt des eigenen Kopfkinos werden. Im Sinne Sigmund Freuds liegt das Unheimliche nicht allein im Fremden, sondern im Kippen des Bekannten: in jenem Moment, in dem die Wirklichkeit ihre Verlässlichkeit verliert. Die Ausstellung zeigt, wie aus Leerstellen eigene Geschichten entstehen und wie sehr unsere Vorstellungskraft das Gesehene ergänzt.

Twilight Zones ist vom 29. Oktober 2026 bis zum 25. Februar 2027 jeweils donnerstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Am 24. und 31. Dezember 2026 bleibt das Helvetia Art Foyer geschlossen.

Am 22. Januar 2027 beteiligt sich das Helvetia Art Foyer an der Museumsnacht Basel unter dem Motto «Zwischen Groove und Grusel».

Weitere Informationen auf www.helvetia.ch/kunst

Gruppenausstellung im Kunstforum Baloise Park kuratiert von Marius Quiblier

Das Kunstforum Baloise Park fördert Nachwuchskuratorinnen und Kuratoren und bietet ihnen die Möglichkeit, eigene Ausstellungskonzepte mit professioneller Unterstützung umzusetzen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die von Marius Quiblier kuratierte Gruppenausstellung bringt Malereien aus der Firmensammlung mit Arbeiten von eingeladenen Kunstschaffenden zusammen. Die gezeigten künstlerischen Positionen verbindet eine Auseinandersetzung mit der Stadt als konstruiertem, wahrgenommenem und wandelbarem Raum. Einzelne Arbeiten beschäftigen sich mit den Konturen einer erkennbaren Umgebung. In anderen Werken erscheinen die Gebäude einer Stadt als Projektionsflächen. Der Blick der Besuchenden streift zwischen Eindrücken von Stockwerkbauten und aus dem öffentlichen Raum die Fassaden unterschiedlicher Objekte. Gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Strukturen und Architekturen sowie mit den Geschichten, die sich hinter ihnen verbergen.

Die Ausstellung ist vom 23. November 2026 bis 21. Mai 2027 wochentags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet am Donnerstag, 26. November 2026 statt; Kurator Marius Quiblier begrüsst um 19 Uhr. Das Angebot rund um die Ausstellung findet sich auf der Website www.baloiseart.com.

Folgend finden Sie folgende Bilder zur Ausstellung:

Bild 1: Ausstellungsansichten "Twilight Zones – Kippmomente des Vertrauten", Helvetia Art Foyer , 2026, Foto: Viktor Kolibàl

Bild 2: Anselm Stalder, Ohne Titel, 1982, Acyl auf Leinwand, Helvetia Kunstsammlung