|
init innovation in traffic systems SE
/ Schlagwort(e): Beteiligung/Unternehmensbeteiligung
Akquisition schafft Zugang zu neuen Geschäftsfeldern: Wachstumspotenzial durch Managementsysteme für Autonomes Fahren im ÖPNV und darüber hinaus Die init innovation in traffic systems SE hat zum 1. Oktober 2026 67,74 Prozent der Anteile an der norwegischen Applied Autonomy erworben. Das 2017 gegründete Start-Up entwickelt Softwarelösungen für den Betrieb, die Überwachung und das Management autonomer Fahrzeuge im ÖPNV, an Flughäfen sowie im Logistikbereich. Die Integration autonomer Fahrzeuge ist eines der aktuell dynamischsten Anwendungsbereiche im ÖPNV und darüber hinaus. Durch die Mehrheitsbeteiligung an Applied Autonomy verstärkt init dieses Geschäftsfeld technologisch und schafft sich Zugang zu neuen Geschäftsfeldern über den angestammten Bereich hinaus. Das Unternehmen mit Sitz im norwegischen Hochtechnologie-Zentrum Kongsberg hat sich auf die Integration und Steuerung autonomer Mobilitätslösungen im öffentlichen Verkehr, an Flughäfen sowie in Logistikanwendungen spezialisiert. Kernprodukt ist die proprietäre Plattform xFlow®, eine herstellerunabhängige Softwarelösung zur Steuerung autonomer Fahrzeuge. Es ermöglicht die sogenannte „Technische Aufsicht“ für autonom fahrende Fahrzeuge. Neben der Einbindung autonomer Fahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern überwacht sie die Fahrzeuge in Echtzeit, ermöglicht Remote-Operator-Funktionen, wenn kein Fahrer an Bord ist, und stellt die Betriebsdaten für nachgelagerte Systeme zur Verfügung. Gemeinsam mit dem init Leitsystem MOBILE-ITCS wird xFlow® das Management autonomer Fahrzeuge und Mischflotten von autonomen und konventionellen Fahrzeugen ermöglichen. Es entsteht eine integrierte Lösung für den sicheren und effizienten Betrieb selbstfahrender Fahrzeugflotten im realen Verkehr. Die xFlow®-Integration in das init Produktportfolio ergänzt das bestehende Lösungsangebot und eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten bei Verkehrsunternehmen und Verkehrsbehörden sowie in weiteren Kundenfeldern, etwa bei lokalen, proprietären Betriebstransportnetzen. Dadurch werden zusätzliche Wachstums- und Marktpotenziale für den init Konzern erschlossen. Fahrermangel schafft Nachfrage nach autonomem Fahrzeugmanagement Verkehrs- und Logistikunternehmen weltweit sehen sich mit der zunehmenden Herausforderung des Fahrermangels konfrontiert. Schon heute fehlen allein in Deutschland mehr als 20.000 Busfahrer bei einem Busbestand von rund 87.500 Fahrzeugen. Hinzu kommt, dass voraussichtlich rund 40 Prozent des Personals innerhalb des nächsten Jahrzehnts in den Ruhestand treten werden. Hier kommen autonome Fahrzeuge ins Spiel. Sie versetzen Verkehrsbetriebe in die Lage, das Serviceniveau aufrechtzuerhalten oder sogar auszubauen. Gleichzeitig entstehen hier nach Analysen der UITP, des internationalen Dachverbands der Verkehrsunternehmen, neue Berufsfelder in der Einsatzplanung, in der Fernüberwachung, im Flottenmanagement, in der Systemwartung und mit zusätzlichen Dienstleistungen. So können die Netzabdeckung, die Reichweite und die Taktfrequenz von Verkehrssystemen erhöht und auch die soziale Inklusion vorangetrieben werden. Dort, wo Busse mit festen Linien nicht rentabel sind, können autonome Shuttles auf Abruf die Anbindung an lokale Knotenpunkte der urbanen Mobilität gewährleisten. Technologische Meilensteine in Norwegen und Deutschland erreicht Applied Autonomy ist in diesem Kontext bereits ein sehr erfolgreiches Unternehmen, so wird der europaweit einzige autonome Bus ohne Sicherheitsfahrer im regulären Linienbetrieb der Stadt Stavanger 2026 mittels xFlow® als digitaler Betriebs-/Kontrollplattform betrieben. „Wir haben damit als kleines, innovatives Unternehmen international eine Marke gesetzt. Wir freuen uns deshalb sehr über die Partnerschaft mit init als internationalem Technologieführer, weil wir zusammen unser Geschäft sehr schnell skalieren und unser Wachstum deutlich beschleunigen können“, so Olav Madland, CEO von Applied Autonomy. „Applied Autonomy ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn ambitionierte Gründer, umfassende Industrieexpertise und langfristige Unterstützung zusammenkommen. Wir haben die Entwicklung des Unternehmens von Anfang an begleitet und mit init als strategischen Investor gewinnt das Unternehmen einen starken Partner für den nächsten wichtigen Schritt: den Ausbau seiner internationalen Präsenz“, sagt Svein-Olav Torø, CEO von Kongsberg Innovasjon. Kongsberg Innovasjon ist ein unabhängiges und gemeinnütziges norwegisches Innovationsunternehmen mit Sitz in Kongsberg. Das Unternehmen konzentriert sich auf Deep-Tech, Industrie- und Dual-Use-Technologien. Es unterstützt Start-ups und Scale-ups mit praxisnaher Beratung, Zugang zu Kapital und industriellen Netzwerken, Accelerator-Programmen und bietet Möglichkeiten zur Erprobung und industriellen Umsetzung ihrer Technologien. Auch in Deutschland werden derzeit die Voraussetzungen für den großflächigen Einsatz autonomer Fahrzeuge geschaffen. Dabei ist das von init geleitete Forschungs- und Umsetzungsprojekt „BRAVE10k“ ein Leuchtturmprojekt. Der Name steht für „Bedingungen für die Rahmenausschreibung, Abwicklung, Verkehrszulassung und Einführung von mehr als 10.000 öffentlichen autonomen Fahrzeugen“. Bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten, auf drei Jahre angelegten Projekt geht es darum, wie sich 10.000 autonom betriebene Fahrzeuge bis 2030 deutschlandweit in den öffentlichen Verkehr eingliedern lassen. Dazu zählen eine einheitliche Klassifizierung sowie standardisierte Verfahren für Genehmigung und Zulassung. Außerdem werden Realdaten erhoben und intelligent genutzt, um die Planung und den Betrieb datenbasiert zu optimieren. Ein digitaler Zwilling wird zudem (Fahr-)Betrieb, Sicherheit und Leistungsfähigkeit virtuell simulieren und bewertbar machen. „Die Einwicklung automatisierter, autonomer Fahrzeuge ist in den vergangenen Jahren weit fortgeschritten. Gelingt es, autonome Fahrzeuge als Bestandteil des öffentlichen Verkehrs zu etablieren, ist das zugleich ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas – sowohl im Hinblick auf Technologieführerschaft als auch auf Klimaschutzziele und dem Wunsch nach besseren, nachhaltigen Mobilitätsangeboten. Mit der Akquisition von Applied Autonomy sind wir nun noch besser positioniert, um neue Marktchancen, die sich aus der notwendigen Einführung autonomer Fahrzeuge im ÖPNV ergeben, auszuschöpfen und so Mehrwert für unsere Aktionäre zu schaffen,“ so der init Vorstand.
Simone Fritz Investor Relations ir@initse.com
05.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
| Sprache: | Deutsch |
| Unternehmen: | init innovation in traffic systems SE |
| Käppelestraße 4-10 | |
| 76131 Karlsruhe | |
| Deutschland | |
| Telefon: | +49 (0)721 6100 0 |
| Fax: | +49 (0)721 6100 399 |
| E-Mail: | ir@initse.com |
| Internet: | www.initse.com |
| ISIN: | DE0005759807 |
| WKN: | 575980 |
| Indizes: | SDAX |
| Börsen: | Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate BSX |
| LEI Code: | 391200ZOAI9BOLGC1D37 |
| EQS News ID: | 2410242 |
| Ende der Mitteilung | EQS News-Service |
|
|
2410242 05.10.2026 CET/CEST