Original-Research: GBC Insider Focus Index - von GBC AG
26.08.2026 / 11:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von GBC AG zu GBC Insider Focus Index
| Unternehmen: |
GBC Insider Focus Index |
| ISIN: |
DE000SLA2JE2 |
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| Anlass der Studie: |
GBC Insider Focus Index (Juli August 26) |
| Letzte Ratingänderung: |
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| Analyst: |
Cosmin Filker; Manuel Hölzle |
Die beiden Strategie-Portfolios GBC Top 30 und Top 40 European Insiders basieren auf der erfolgreichen Directors Dealings Value Strategie und implementiert diese auf europäischer Basis. Die Anlagestrategie folgt den Insidertrades der größten europäischen Unternehmen im Euro-Raum. Aus dieser Liste werden die Top 30 bzw. Top 40 Unternehmen herausgefiltert und ins Portfolio aufgenommen.
GBC Top 30 European Insiders: Performance seit Start: +102,6 % (+8,7 % p.a.)
GBC Top 40 European Insiders: Performance seit Start: +80,7 % (+8,0 % p.a.)
Das UBS AG GBC Directors' Dealings Zertifikat basiert auf der GBC Directors' Dealings Value Strategy und beinhaltet die daraus selektierten Top 30 Value-Werte. Bei der Auswahl werden zusätzlich fundamentale Ergebnis-, Rendite- und Substanzkennzahlen berücksichtigt. Die maßgeblichen Value-Selektionskriterien sind der Substanzwert (Kurs/Buchwert-Verhältnis) sowie die Dividendenrendite (aktuelle und erwartete Ausschüttung).
Insider-Aktie im Fokus: Laiqon AG (ISIN: DE000A12UP29); Kurs: 4,54 € (24.08.2026; XETRA);
Vom Plattformaufbau zur Profitabilität
Die LAIQON AG ist ein unabhängiger Asset- und Wealth-Manager für private und institutionelle Anleger. Das Unternehmen gliedert sich in die Bereiche Asset Management, Wealth Management und Digital Wealth. Es werden aktiv gemanagte Fonds, individuelle Vermögensverwaltung sowie digitale und KI-gestützte Anlagelösungen angeboten.
Der Großteil der Umsätze entsteht aus laufenden Gebühren auf das verwaltete Vermögen. Ergänzend können erfolgsabhängige Vergütungen anfallen. Die Geschäftsentwicklung hängt daher wesentlich von der Höhe der Assets under Management, der Kapitalmarktentwicklung und den Mittelzuflüssen der Kunden ab.
Das Geschäftsmodell besitzt grundsätzlich einen hohen operativen Hebel. Über die bestehende Technologie-, Verwaltungs- und Vertriebsplattform kann zusätzliches Vermögen betreut werden, ohne dass die Kosten im gleichen Verhältnis steigen müssen. Für die künftige Profitabilität ist es deshalb entscheidend, dass die verwalteten Vermögens- und Gebühreneinnahmen schneller wachsen als die Personal- und Verwaltungskosten.
LAIQON hat seine Geschäftsaktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. So stiegen die Assets under Management von 5,7 Mrd. € im Jahr 2022 auf 10,0 Mrd. € Ende 2025, während sich der Umsatz im gleichen Zeitraum von 21,6 Mio. € auf 34,9 Mio. € erhöhte. Das EBITDA verbesserte sich im gleichen Zeitraum von -9,9 Mio. € auf -2,9 Mio. €. Die operative Verlustzone konnte somit schrittweise reduziert werden, der Break-even auf berichteter Basis wurde jedoch noch nicht erreicht. Belastend wirkten insbesondere Investitionen in Personal, Vertrieb, digitale Technologie und die Integration übernommener Unternehmen. LAIQON hat zunächst eine Kosten- und Infrastrukturplattform aufgebaut, deren Auslastung bislang jedoch noch nicht ausreichend war. Der Konzernverlust fiel deutlich höher aus als der operative Verlust. Ursache hierfür waren vor allem Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Finanzierungskosten sowie teilweise nicht zahlungswirksame Bewertungs- und Steuereffekte. Das Konzernergebnis spiegelt die laufende operative Entwicklung deshalb nur eingeschränkt wider.
Im Rahmen der MainFirst-Transaktion übernahm LAIQON 2025 mehrere Publikums- und Spezialfonds sowie das zugehörige Fondsmanagementteam. Dadurch kamen rund 2,1 Mrd. € verwaltetes Vermögen und zusätzliche wieder-kehrende Managementgebühren hinzu. Die Akquisition vergrößert die Umsatz-basis deutlich und ermöglicht eine bessere Auslastung der bestehenden Platt-form. Da MainFirst 2025 nur für fünf Monate konsolidiert wurde, wird der vollständige Ergebnisbeitrag erst 2026 sichtbar. Pro forma wäre das EBITDA des kombinierten Konzerns im Jahr 2025 bereits leicht positiv gewesen.
Für das Jahr 2026 erwartet LAIQON einen Umsatz zwischen 53 und 58 Mio. € sowie ein EBITDA zwischen 4,5 und 7,5 Mio. €. Diese Verbesserung soll vor allem aus der ganzjährigen Einbeziehung von MainFirst, steigenden Assets under Management und dem weiteren Wachstum von Digital Wealth resultieren. Unsere Prognosen liegen innerhalb der vom Unternehmen kommunizierten Zielspanne. Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir ein EBITDA von 4,78 Mio. €, das sich 2027 infolge der zunehmenden Skalierung auf 11,4 Mio. € erhöhen dürfte.
Die zuletzt wiederholten Aktienkäufe aus dem Umfeld des Vorstandsvorsitzenden werten wir außerdem als positives Vertrauenssignal rund um das Unter-nehmen. Zusammen mit einem Kurspotenzial von über 50 %, ausgehend vom aktuellen Aktienkurs, ist die LAIQON AG unser Investment im Fokus.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
20260826_Insiderupdate_Juli_August
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Datum und Uhrzeit der Fertigstellung: 25.08.2026 (09:07 Uhr)
Datum und Uhrzeit der Veröffentlichung: 26.08.2026 (11:00 Uhr)
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