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JOST Werke SE
/ Schlagwort(e): Quartalsergebnis/Halbjahresergebnis
JOST setzt starkes Umsatz- und Profitabilitätswachstum im 2. Quartal 2026 fort
Neu-Isenburg, 13. August 2026. Die JOST Werke SE („JOST“), einer der weltweit führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten und anwendungskritischen Systemen für die On- und Off-Highway-Nutzfahrzeugindustrie, veröffentlicht heute die Finanzergebnisse für das 1. Halbjahr 2026. Joachim Dürr, Vorstandsvorsitzender der JOST Werke SE, sagt: „JOST hat im 2. Quartal 2026 erneut ein starkes und breit getragenes Wachstum erzielt. Besonders wichtig ist mir die Qualität dieses Wachstums: Alle Regionen und Geschäftsbereiche haben organisch zugelegt. Dies ist das Ergebnis echter Marktanteilsgewinne durch neue Kunden sowie Cross-Selling-Synergien und beruht nicht allein auf Übernahmeeffekten. Wir konnten durch die Stärke unseres diversifizierten Portfolios das herausfordernde Marktumfeld in den USA vollständig kompensieren. Wir haben im 1. Halbjahr 2026 Wachstum mit hoher Profitabilität verbunden. Mit einem Umsatz von 857 Mio. EUR und einem bereinigten EBIT von 88 Mio. EUR haben wir das stärkste 1. Halbjahr unserer bisherigen Unternehmensgeschichte erzielt. Dies bestätigt die Wirksamkeit unseres Geschäftsmodells und das Potenzial unserer Strategie AMBITION 2030. Diesen erfolgreichen Kurs wollen wir konsequent fortsetzen.“
Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2026 um 12,7 % auf 440,2 Mio. EUR (Q2 2025: 390,7 Mio. EUR). Bereinigt um Übernahme- und Währungseffekte erzielte JOST ein organisches Wachstum von 8,9 % gegenüber dem Vorjahr, zu dem alle drei Regionen und alle Geschäftsbereiche beigetragen haben. Wesentliche Treiber waren Marktanteilsgewinne durch die Gewinnung neuer Kunden sowie zunehmend realisierte Cross-Selling-Synergien aus der Integration von Hyva, insbesondere in den Off-Highway-Bereichen Landwirtschaft und Hydraulik. Der Umsatz im Geschäftsbereich Transport stieg im 2. Quartal 2026 um 5,6 % auf 218,7 Mio. EUR (Q2 2025: 207,1 Mio. EUR), getragen von der guten Geschäftsentwicklung in EMEA und APAC sowie einer sequenziellen Nachfrageverbesserung in AMERICAS; währungsbereinigt betrug das Wachstum 5,8 %. Im Geschäftsbereich Landwirtschaft erhöhte JOST den Umsatz deutlich um 20,2 % auf 89,8 Mio. EUR (Q2 2025: 74,7 Mio. EUR), maßgeblich getrieben durch den Zuwachs der Nachfrage in AMERICAS; währungsbereinigt betrug das Wachstum 18,0 %. Der Umsatz im Geschäftsbereich Hydraulik stieg um 20,9 % auf 131,7 Mio. EUR (Q2 2025: 108,9 Mio. EUR), angekurbelt durch die steigende Nachfrage nach Produkten für die Bergbau- und Bauwirtschaft sowie durch realisierte Cross-Selling-Synergien. Die Vorjahresbasis im Geschäftsbereich Hydraulik ist im 2. Quartal 2026 durch die Klassifizierung des Cranes-Geschäfts als aufgegebener Geschäftsbereich im Vorjahr beeinträchtigt. Die Umgliederung wurde im 2. Quartal 2025 in einem Schritt für die Monate Februar bis Juni 2025 vorgenommen, wovon zwei Monate wirtschaftlich dem 1. Quartal 2025 zuzurechnen sind. Dadurch ist die Vorjahresbasis des 2. Quartals 2025 um Cranes-Umsätze von 14,6 Mio. EUR reduziert, was das ausgewiesene Umsatzwachstum erhöht. Bereinigt um Währungseffekte und den Cranes-Basiseffekt wuchs der Umsatz mit Hydraulikkomponenten organisch im 2. Quartal 2026 um 8,5 %. Das bereinigte EBIT stieg im 2. Quartal 2026 überproportional zum Umsatz um 18,5 % auf 43,9 Mio. EUR (Q2 2025: 37,0 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 10,0 % (Q2 2025: 9,5 %). Damit liegt JOST erneut in seinem strategischen Profitabilitätskorridor von 10 % bis 12 %. Das bereinigte EBITDA wuchs im 2. Quartal 2026 um 15,8 % auf 56,6 Mio. EUR (Q2 2025: 48,9 Mio. EUR) und die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 12,9 % (Q2 2025: 12,5 %). Die Verbesserung der Profitabilität ist im Wesentlichen auf das organische Wachstum, den weiteren Hochlauf der Synergien aus der Hyva-Übernahme, fortlaufende konzernweite operative Verbesserungen sowie einen vorteilhaften regionalen Mix zurückzuführen.
In EMEA stieg der Umsatz im 2. Quartal 2026 um 9,5 % auf 205,9 Mio. EUR (Q2 2025: 188,1 Mio. EUR). Bereinigt um Währungs- und den oben erläuterten Cranes-Basiseffekt wuchs der Umsatz organisch um 3,1 %, getragen von der gestiegenen Nachfrage in den Geschäftsbereichen Transport und Landwirtschaft. Das bereinigte EBIT belief sich im 2. Quartal 2026 auf 8,8 Mio. EUR (Q2 2025: 10,9 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge auf 4,3 % (Q2 2025: 5,8 %). Maßgeblich für den Rückgang ist eine strukturelle Anpassung des Geschäftsmodells ab dem 2. Quartal 2026: Margenstarke internationale Umsätze, die bislang über die Hyva-Gesellschaften in EMEA zentral abgewickelt wurden, werden nun teilweise direkt in den Regionen AMERICAS und APAC ausgewiesen. Hinzu kamen ein Anstieg der Input- und Logistikkosten sowie Ineffizienzen in der Lieferkette infolge des Militärkonflikts im Iran, die insbesondere EMEA ab dem 2. Quartal 2026 belasteten.
In AMERICAS erhöhte sich der Umsatz im 2. Quartal 2026 um 17,1 % auf 121,0 Mio. EUR (Q2 2025: 103,3 Mio. EUR). Bereinigt um Währungs- und den Cranes-Basiseffekt wuchs der Umsatz organisch um 14,2 %. Mit seinem Local-for-Local-Ansatz konnte JOST neue Kunden in Nordamerika gewinnen und insbesondere das Neugeschäft in Südamerika erfolgreich weiter ausbauen. Das bereinigte EBIT stieg im 2. Quartal 2026 um 42,3 % auf 16,2 Mio. EUR (Q2 2025: 11,3 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 13,3 % (Q2 2025: 11,0 %). Die deutliche Verbesserung ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen, einen besseren Produktmix mit höherem Anteil an Off-Highway-Produkten sowie die genannte Anpassung des Geschäftsmodells zurückzuführen.
In APAC steigerte JOST den Umsatz im 2. Quartal 2026 um 14,0 % auf 113,3 Mio. EUR (Q2 2025: 99,4 Mio. EUR). Bereinigt um Währungs- und den Cranes-Basiseffekt wuchs der Umsatz organisch um 14,8 %, getragen vom wachsenden Exportgeschäft in China und einer deutlich steigenden Nachfrage in Indien. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage nach hydraulischen Zylindern und Komponenten für die Bau- und Bergbauindustrie. Das bereinigte EBIT wuchs im 2. Quartal 2026 um 30,6 % auf 17,8 Mio. EUR (Q2 2025: 13,6 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 15,7 % (Q2 2025: 13,7 %). Positiv wirkten insbesondere der weitere Synergiehochlauf, die hohe Auslastung sowie die genannte Anpassung des Geschäftsmodells.
Das Ergebnis vor Steuern hat sich im 2. Quartal 2026 auf 24,6 Mio. EUR mehr als verdoppelt (Q2 2025: 10,1 Mio. EUR). Neben der starken operativen Entwicklung resultiert die Verbesserung daraus, dass das Vorjahr durch Sondereffekte aus der Hyva-Konsolidierung, insbesondere höhere Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA), belastet war. Der Ertragsteueraufwand stieg im 2. Quartal 2026 auf 8,7 Mio. EUR (Q2 2025: 3,3 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich deutlich um 132,2 % auf 15,9 Mio. EUR (Q2 2025: 6,8 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie mehr als verdoppelte sich auf 0,95 EUR (Q2 2025: 0,45 EUR). Bereinigt um Sondereffekte, insbesondere die nicht-operativen, nicht-liquiditätswirksamen Sondereffekte aus PPA-Abschreibungen, ist das bereinigte Ergebnis nach Steuern im 2. Quartal 2026 um 19,1 % auf 24,6 Mio. EUR gestiegen (Q2 2025: 20,7 Mio. EUR). Auch unter Berücksichtigung der infolge der Kapitalerhöhung im Februar 2026 gestiegenen Anzahl ausstehender Aktien wuchs das bereinigte Ergebnis je Aktie um 7,1 % auf 1,48 EUR (Q2 2025: 1,38 EUR).
In den ersten sechs Monaten 2026 erhöhte sich das Eigenkapital um 105,7 Mio. EUR auf 433,9 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 328,1 Mio. EUR). Wesentliche Treiber waren die im Februar 2026 durchgeführte Kapitalerhöhung gegen Bareinlage mit einem Bruttoerlös von 92,6 Mio. EUR sowie der erzielte Konzerngewinn von 32,4 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich dadurch zum 30. Juni 2026 auf 26,9 % (31. Dezember 2025: 21,2 %). Der Free Cashflow stieg im 2. Quartal 2026 deutlich auf +17,3 Mio. EUR (Q2 2025: +0,6 Mio. EUR). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge des deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens sowie die gezielte Erhöhung der Sicherheitsbestände aufgrund anhaltender Unsicherheiten in den globalen Lieferketten führten zu einem Anstieg des Working Capital in den ersten sechs Monaten 2026 um 50,4 Mio. EUR auf 283,5 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 233,1 Mio. EUR). Das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz der letzten zwölf Monate verbesserte sich aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens dennoch leicht auf 17,4 % (Q2 2025: 17,5 %). Die Nettoverschuldung (ohne IFRS 16 Verbindlichkeiten) reduzierte sich zum 30. Juni 2026 auf 380,2 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 441,6 Mio. EUR). Die Reduktion der Nettoverschuldung kombiniert mit dem Anstieg des bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate um 19,5 % auf 210,1 Mio. EUR führte zu einer deutlichen Verbesserung der Leverage-Ratio auf 1,81x (31. Dezember 2025: 2,27x). Sie liegt damit wieder innerhalb des Zielkorridors von 1,0x bis 2,0x und gibt JOST die notwendige finanzielle Flexibilität, um die Strategie AMBITION 2030 weiter konsequent voranzutreiben. Der ROCE verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 16,3 % (Q2 2025: 12,8 %). Oliver Gantzert, Finanzvorstand der JOST Werke SE, sagt: „Unsere disziplinierte Kapitalallokation zahlt sich aus. Nur eineinhalb Jahre nach der größten Übernahme unserer Firmengeschichte haben wir den ROCE um 3,5 Prozentpunkte auf 16,3 % gesteigert und unsere Leverage-Ratio zurück in den strategischen Zielkorridor geführt. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass wir unser Kapital wertschaffend einsetzen. Auch beim Free Cashflow sehen wir im 2. Quartal 2026 eine deutliche sequenzielle Verbesserung gegenüber dem 1. Quartal 2026, obwohl die Lieferketten weiterhin Herausforderungen mit sich bringen. Wir erwarten, dass sich dieser positive Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt. Dies verschafft uns die finanzielle Flexibilität, zusätzliche Wachstumschancen zu nutzen.“
Vor dem Hintergrund der aktuellen Markterwartungen sowie unter Berücksichtigung der bisherigen operativen Entwicklung und der typischen Saisonalität des Geschäfts bestätigt JOST seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Der Konzernumsatz soll gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich steigen (2025: 1.534,2 Mio. EUR). Das bereinigte EBIT soll dabei stärker als der Umsatz im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr wachsen (2025: 145,2 Mio. EUR). Aus diesem Grund soll die bereinigte EBIT-Marge 2026, unterstützt durch die Realisierung weiterer Synergien aus der Hyva-Integration, eindeutig über dem Vorjahr liegen (2025: 9,5 %). Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die konjunkturelle Lage in den wichtigsten Märkten von JOST nicht unerwartet verschlechtert. JOST stellt aktuell keine nennenswerten Auswirkungen aus dem anhaltenden Militärkonflikt im Iran auf das Nachfrageverhalten seiner Kunden fest und setzt voraus, dass dies auch im 2. Halbjahr 2026 so bleibt.
Der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr 2026 steht unter https://ir.jost-world.com/berichte zur Verfügung. Die begleitende virtuelle Konferenz wird am 13. August 2026 um 11:00 Uhr MESZ stattfinden. Nach der Konferenz steht die Aufzeichnung auf der Website von JOST zur Verfügung (https://ir.jost-world.com).
Kontakt: JOST Werke SE
Über JOST: JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie. Unter der Dachmarke JOST ist das umfangreiche Produktportfolio in Systeme für On-Highway- (Transportindustrie) und Off-Highway-Anwendungen (Landwirtschaft und Bauindustrie) gegliedert. Die international marktführende Position von JOST wird durch die starken Marken JOST, ROCKINGER, TRIDEC, Quicke und Hyva sowie durch die langfristigen, durch das globale Vertriebsnetz bedienten Kundenbeziehungen und durch das effiziente, wenig anlagenintensive Geschäftsmodell untermauert. Das Unternehmen ist der weltweit führende Hersteller für Sattelkupplungen, Stützwinden, landwirtschaftliche Frontlader und Frontkippzylinder. Seit der Übernahme von Hyva im Jahr 2025 beschäftigt JOST rund 6.500 Mitarbeitende weltweit und hat Vertriebs- und Produktionsstätten in über 35 Ländern auf sechs Kontinenten. Das Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Weitere Informationen über JOST finden Sie hier: www.jost-world.com
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